Magazin

Kennst Du schon den »Gender Leadership Gap«, baby?

Equality Female Empowerment Learning
*WERBUNG/Enthält bezahlte Affiliate-Links sowie Markennennungen. 

Den Gender Pay Gap, die Lohnlücke zwischen Männern* und Frauen*, kennen 2021 zumindest die meisten oder haben bruchstückhaft bereits davon erfahren. Zur Erinnerung: Der Gender Pay Gap bezeichnet die Differenz des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes von Männern* und Frauen* innerhalb Deutschlands. Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegten 2020 einen Unterschied von ca. 18 %. Manchmal wollen wir von finance, baby! es selbst kaum glauben, bleiben schockiert und bestürzt. Denn bei unseren Recherchen sind wir dieses Jahr auf einen Indikator vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gestoßen. We sadly present: den Gender Leadership Gap.


Gender Leadership Gap – was ist das?


Hast Du Dir mal die Vorstandsmitglieder der wirtschaftlich wichtigen DAX-Unternehmen angesehen? Unter den DAX-Unternehmen versteht man die 30 größten Unternehmen, mithin börsennotierten Aktiengesellschaften, Deutschlands. Von Daimler bis Siemens bestimmen diese 30 Unternehmen maßgeblich den deutschen Markt sowie die Börse. Klingt zunächst erfolgsversprechen, doch halt: Der Anteil an Frauen in den DAX-Unternehmen stieg in den letzten Jahren zwar kontinuierlich, beträgt 2021 aber immer noch nur rund 15 %. Aktuell verzeichnen zudem ausschließlich drei dieser wichtigsten, deutschen Unternehmen einen Frauenanteil von mindestens 30 % in ihrem Vorstand.

Der Gender Leadership Gap (GLG) bemisst genau diesen Chancennachteil von Frauen*, sich in Führungspositionen zu etablieren. Berechnen lässt sich die Prozentzahl anhand der Differenz zwischen dem Frauenanteil aller Erwerbstätigen und dem Anteil an Frauen* in Leadership-Positionen. Bewegt sich der Prozentsatz nahe oder gleich null, lässt dies Rückschlüsse über eine gerechte Geschlechterverteilung innerhalb der hierarchischen Unternehmensstruktur zu. Je höher die Berechnung ausfällt, desto unterrepräsentierter verstehen sich Frauen* innerhalb der Führungsetage. Für das Jahr 2014 verzeichnete die Studie des DIW einen Gender Leadership Gap von knapp 17 %, der sich aus einem Beschäftigungsanteil von 51% Frauen* aller Unternehmen und einem davon weiblichen Führungskräfteanteil von nur 34 % ergibt. Diese exemplarische Berechnung lässt sich individuell auf jedes Unternehmen anwenden.  Besonders erschreckend: Zwischen 2001 und 2014 verzeichnete der Finanzsektor mit 31 % den höchsten GLG.

Gender Leadership Gap – und jetzt?


Wir von finance, baby! sind sprachlos, fühlen uns jedoch gleichzeitig in unserer Mission bestätigt, in unserem Mindset bestärkt. Denn Gründe für den viel zu hohen GLG erkennt die Studie in über die letzten Jahrzehnte entwickelten Stereotype, daraus entsprungenen Bildungsunterschieden, fehlender Berufserfahrung, veralteten Rollenbildern und einer immer noch schweren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Besonders letzteres manifestiert sich unter anderem als Auslöser fehlender weiblicher Führungspositionen, suchen Unternehmen für diese zumeist Bewerber:innen auf Vollzeit. Das DIW schlägt die Schaffung von politischen Maßnahmen, Förderprogramen sowie eine transparentere, modernere und vor allem gleichberechtigte Unternehmenskultur vor.

Auch wir wünschen uns eine gleichberechtigte Zukunft, möchten Teil davon sein und diese mitgestalten. Wir wünschen uns, dass Du dich auf Führungspositionen bewirbst, dass Du nicht von den derzeitigen Quoten und veralteten Unternehmensstrukturen abschrecken lässt. Mit unserer finance, baby! Academy machen wir Finanzwissen nahbar, möchten Dich darin bestärken, Deine finanzielle Zukunft, Deinen Unternehmensweg selbst zu gestalten. You got this, baby!

Seit dem 24. Juni kannst Du unsere Crowdfunding-Kampagne unterstützen – hier geht‘s zum Crowdfunding! Noch mehr Finanzwissen, Equality und Female Empowerment findest Du auf unserem Instagram-Kanal.

Disclaimer
Von den Autorinnen erwähnte Aktien, ETFs und Fonds sind immer mit Risiken behaftet. Alle Texte sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Sie wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus öffentlich zugänglichen Quellen übernommen. Alle zur Verfügung gestellten Informationen dienen allein der Bildung und Veranschaulichung. Eine Haftung für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Sollten die LeserInnen sich die angebotenen Inhalte zu eigen machen oder etwaigen Ratschlägen folgen, so handeln sie eigenverantwortlich.