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Sana von Sagefund im Gespräch

Nachhaltigkeit Finanzen
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Sana Al-Badri ist seit 2020 Mitbegründerin, CPO und Financial Advisorin von Sagefund. Mit Sagefund steht sie dafür, Private Banking und Investments nachhaltig und für jede:n zugänglich zu machen.

finance, baby!: Mit Sagefund hast Du es Dir zur Aufgabe gemacht, Anleger:innen beim nachhaltigen Investieren zu unterstützen. Was steckt hinter Deiner bzw. Eurer Vision bei Sagefund?

Sana: Zunächst gibt es unsere große Vision, Private Banking zu modernisieren und nachhaltiger zu machen. Private Banking ist super wichtig, weil es Kund:innen hilft, ihre Finanzen zu planen und passende bedürfnisorientierte Investments anzubieten. Jedoch ist ein solcher Service für die meisten unerschwinglich. Deswegen wird sich unser Private Banking darauf fokussieren, finanzielle Tools zu entwickeln, mit denen Du selbst Deine Ziele und Deine finanzielle Lage planen sowie verstehen kannst. Das heißt: Du wirst dazu empowert, Dein eigener, Deine eigene Finanzberater:in zu sein. So stehen Deine persönlichen Ziele und Bedürfnisse immer im Vordergrund. Ein weiterer Aspekt unserer Vision ist natürlich Nachhaltigkeit. Für uns ist Nachhaltigkeit keine Option, sondern die Zukunft des Anlegens. 

finance, baby!:  Sagefund hast Du bereits 2020 mitbegründet, drei Jahre nach Ende Deines Psychologiestudiums, und bist CPO des Unternehmens. Wie fühlt es sich an, eine so junge Gründerin zu sein?

Sana: Gründen ist nicht ganz leicht, aber das hat nichts mit zu früh oder zu spät zu tun. Nach meiner Erfahrung hat das Gründen zwei Seiten: Auf der einen Seite lernst Du so viel und Deine Karriere erfährt einen richtig krassen Boost. Dann bist Du in einem Jahr ganz schnell dort, wofür Du ansonsten vielleicht drei Jahre gebraucht hättest. Du hast also diese Geschwindigkeit und dieses Wachstum, das super aufregend ist und Spaß macht. Aber auf der anderen Seite bist Du fortlaufend damit konfrontiert, viele Sachen noch nie gemacht zu haben. Das bringt viel Unsicherheit und man hinterfragt ständig seine Entscheidungen. Denn am Ende trägst nur Du allein die Verantwortung. Du erfährst beim Gründen diese beiden Seiten, das ist eine sehr intensive Erfahrung. Ein bisschen ist es stets alles oder nichts.  

finance, baby!: Blickst Du auf Deinen eigenen Gründungsweg zurück, was würdest Du heute anders machen? Was genau gleich?

Sana: Man ist rückblickend selbstverständlich immer schlauer. Natürlich würde ich daher Dinge anders machen. Ich würde anfangs stärker versuchen, meine Vision zu kommunizieren, um dafür Aufmerksamkeit zu erhalten. Daher würde ich mich am Anfang auf viel Marketing fokussieren und verschiedene Messages testen – bevor ich mich an die vollständige Produktentwicklung wage. Denn die Produktentwicklung ist sehr aufwendig sowie teuer und Du erhältst oft nicht genug Feedback. Deswegen glaube ich, dass der Weg über das Marketing zunächst der schlauere ist. Trotzdem habe ich auch manche Dinge gut gemacht: Vom ersten Tag an habe ich mit potenziellen Kund:innen gesprochen. Da war auch mein Psychologiestudium sehr hilfreich, denn Du erlernst Methoden, mit Menschen sehr gezielt zu sprechen und dabei relativ objektiv zu bleiben.


finance, baby!: Selbständigkeit birgt manchmal auch finanzielle Unsicherheit. Wie gehst Du damit um?

Sana: Ich wollte unbedingt mehr über StartUps lernen. Auf der einen Seite gab es für mich die Möglichkeit, ein Entrepreneurship-Programm an der Uni zu absolvieren oder eben den anderen Weg zu gehen, selbst zu gründen. Zunächst sprach ich viel mit Menschen darüber, vor allem mit Senior Professionals in meinem Umfeld, beispielsweise mit einem Vizepräsidenten bei SAP. Ich erzählte ihm von ein paar meiner Gründungsideen und er meinte zu mir: Ja, mach das unbedingt, so lernst Du am meisten! Weißt Du, wenn Du jung bist und es nicht funktioniert, dann vergeben Dir alle. Das ist so
Danach habe ich mich gefragt, was das Schlimmste sei, das mir dabei passieren könnte? Das Schlimmste, das mir in Deutschland passieren kann, ist ein paar Monate von Arbeitslosengeld zu leben. Das ist zwar nicht toll, aber auch nicht der Weltuntergang. Andererseits hast Du die Chance, Deine Vision zu gestalten. Außerdem haben sich seitdem meine Karriereaussichten extrem verbessert. Sollte es nicht funktionieren, starte ich trotzdem nicht bei Null, sondern kann Erfolge vorweisen und würde auf einem höheren Level einsteigen.  

finance, baby!:. Welche abschließende Botschaft würdest Du jungen Anleger:innen mitgeben?

Sana: Das ist zwar das totale Klischee, aber: Just do it! 
Denn Du wirst niemals ganz dazu bereit sein. Es gibt nicht diesen einen Punkt, an dem Du total informiert und super selbstsicher bist. Sondern Du entwickelst die Selbstsicherheit daraus, dass Du durch das Machen am meisten über das Investieren lernst. Wenn Du selbst investierst, dann bist Du viel motivierter, Dich damit tiefer auseinanderzusetzen. Wenn Du das Investieren allein als intellektuelle Sache betrachtest, Dir ab und zu ein YouTube-Video anschaust oder ein Buch darüber liest, ist das etwas ganz anderes, als Deine eigenen Emotionen bei der Anlage zu erleben. Mach‘ es, reflektiere und lerne im Nachgang. 
Wenn Dir Deine Anlage nicht passt, kannst Du diese einfach verkaufen. Im schlimmsten Fall hast Du ein paar Prozente verloren und wirklich etwas gelernt! Aber wenn Du nicht anlegst, bist Du immer der:die Verlierer:in, vor allem aufgrund der Inflation. Und wer nicht anlegt, schafft es kaum, Vermögen aufzubauen. Tendenziell ist der Markt auf Deiner Seite, das muss man sich einfach bewusst machen.

Du möchtest selbst nachhaltig investieren? Hier kannst Du Dir ein kostenloses Kennenlerngespräch mit Sana buchen!
Mehr Infos zum Unternehmen findest Du hier bei Sagefund

Du möchtest selbst gründen? Für Tipps zum Crowdfunding geht's hier zum Gespräch mit Nisha Di Giorgio. Noch mehr Finanzwissen, Female Empowerment & Co. findest Du auf unserem Instagram-Kanal.  

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