Magazin

Kennst Du schon Kimberlé Crenshaw, baby?

Female Empowerment Equality
*TRIGGERWARNUNG: Rassismus/Diskriminierung. 
*WERBUNG/Enthält bezahlte Affiliate-Links.
 

Intersektionalität versteht sich als Begriff, der die individuelle Wirkung gesellschaftlicher Kategorisierungen zwar nicht außer Acht lässt, jedoch von einem Netzwerk, einer gegenseitigen Beeinflussung sowie von transzendenten Überkreuzungen (intersections) ausgeht. Mit einer Vorstellung der Intersektionalität lassen sich Ursachen sozialer und gesellschaftlicher Ungleichheit, Diskriminierung, Rassismus sowie Ausgrenzung festmachen,
 
erklären wir Dir von finance, baby! in unserem Artikel über Intersektionalität und erläutern Dir intersektionalen Feminismus. Thematisiert man Intersektionalität, geht dies zwingend mit einer Auseinandersetzung mit Kimberlé Crenshaw einher. Und damit: Kennst Du schon Kimberlé Crenshaw, baby?

Wer ist Kimberlé Crenshaw?


Kimberlé Crenshaw, geboren 1959 in Canton, Ohio, ist eine US-amerikanische Juristin. Sie studierte Jura an der Cornell University, Harvard University sowie an der University of Wisconsin-Madison und schloss ihr Studium mit einem Juris Doctor, weitergehend mit einem Master of Laws ab. Derzeit arbeitet sie als Professorin an der University of California (UCLA) in Los Angeles sowie an der Columbia University in New York. Crenshaw spezialisierte sich insbesondere auf Zivilrecht, institutionalisierten Rassismus im US-amerikanischen Recht und feministische Rechtstheorie.


Wofür ist Kimberlé Crenshaw bekannt?


Kimberlé Crenshaw prägte vor allem den Begriff der Intersektionalität, speziell den des Intersektionalen Feminismus, den sie erstmals 1989 aufgriff, um auf die überkreuzenden Ungleichheiten, die wir Dir hier erklären, hinzuweisen. Die Juristin baut damit nicht nur auf die Erfahrung von Frauen* der BIPoC-Community, sondern auch auf homosexuelle Frauen* innerhalb feministischer Bewegungen auf, die sich dieser damals aufgrund ihrer sexuellen Orientierung als nicht zugehörig fühlten. Um ihrer theoretischen Erkenntnis Ausdruck zu verleihen, die Überschneidungen der Diskriminierungsformen herauszuarbeiten und diesen entgegenzuwirken, gründete sie 1966 das African-American Policy Forum (AAPF), 2011 das Center for Intersectionality and Social Policy Studies (CISPS) an der Columbia Law School und ist Präsidentin des Center for Intersectional Justice e.V. (CIJ). Im Rahmen des African-American Policy Forums (AAPF) veröffentlichte sie unter anderem die #SayHerName-Kampagne gegen Polizeigewalt an jungen Mädchen* und Frauen* der BIPoC-Community. Mediale Bekanntschaft erlangte sie zudem durch ihre explizite Kritik an Barack Obamas Initiative My Brother’s Keeper, die sich auf die Verbesserung des sozialen Status junger Männer* der BIPoC-Community konzentrierte. Mit ihrer Kampagne #WhyWeCantWait setzte sie sich für die Inklusion von Frauen* der BIPoC-Community sowie gegen strukturellen Rassismus ein.

Neben ihrer Tätigkeit als Professorin schreibt Kimberlé Crenshaw regelmäßig Artikel für renommierte wissenschaftliche Magazine wie das Harvard Law Review, tritt in Radio- und Fernsehsendern auf und fördert als Mitbegründerin der Women’s Media Initiative die Repräsentation von Frauen* in den Medien sowie insbesondere im Journalismus. Mit ihrer Arbeit im Bereich des Intersektionalen Feminismus verzeichnet sie, neben nationale, auch internationale Erfolge. Von Indien, Südafrika bis Brasilien bestärkt sie beispielsweise Menschenrechtler:innen sowie Richter:innen an Verfassungsgerichten mit Weiterbildungen bei ihren (aktivistischen) Prozessen sowie bei der Einführung neuer Gleichheitsgesetze. Crenshaw verfasste weitergehend ein Grundlagenpapier für die United Nation’s World Conference gegen Rassismus, fungierte als Stellvertreterin der Expert:innengruppe zur Geschlechter- und Ethnizitätsdiskriminierung und leitete die Non-Governmental Organisations (NGOs) bei der Integrierung der beschlossenen Grundsätze in ihre Unternehmensphilosophien an. Hier geht’s zu ihrem ersten Buch: The Critical Race Theory sowie zu ihrem neuesten Werk Race Track: How The Myth of Equal Opportunity Defeats Racial Justice!


Kimberlé Crenshaw ist für uns bei finance, baby! ein großes Vorbild. Wir wünschen uns eine Zukunft, in der Frauen* und Männer* dieselben (finanziellen) Chancen haben, eine Welt ohne Unterscheidung und Benachteiligung nach Gender oder Ethnizität. Noch mehr Wissen rund um Female Empowerment und Equality findest Du zudem auf unserem Instagram-Kanal.


Bildquellen:
https://www.vox.com/the-highlight/2019/5/20/18542843/intersectionality-conservatism-law-race-gender-discrimination (20.08.21). https://www.flickr.com/photos/boellstiftung/40901215153/ (20.08.21)