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Warum wir über Geld sprechen müssen

Finanzen Female Empowerment
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Über Geld spricht man nicht – ein negativer Glaubenssatz, den wir von finance, baby! nur zu gut kennen. Dabei ist Geld allgegenwärtig, begegnet uns täglich, ob auf dem Gehaltszettel, der Stromrechnung oder beim Gang zum Bäcker in der Mittagspause. Insbesondere Frauen* fühlen sich im Umgang mit Geld oftmals unsicher, wahren Distanz zu Finanzthemen & Co. und überlassen zu 60% (Quelle: CLEANVEST) langfristige finanzielle Entscheidungen ihrem männlich gelesenen Partner. So leben, wie wir wollen – das bedeutet finanzielle Unabhängigkeit für uns, deswegen: Lasst uns Tabus brechen, let’s talk about money, baby! 💸

Warum wir nicht über Geld sprechen?

Über Geld sprechen erweist sich als eines der größten diskursiven Tabus innerhalb unserer Gesellschaft, denn Geld gilt noch immer als Statuierung eines sozialen Status. Aus Angst vor einer veränderten Außenwirkung verzichten viele auf einen offenen Umgang mit Geld, meiden das Thema im Gesprächsverlauf. Mit Zuschreibung eines sozialen Standes geht vermehrt eine Kategorisierung einher, beginnen Prozesse des Schubladendenkens. So verbinden viele Geld mit negativen Emotionen wie Angst, Neid, Scham, Schuld, Abhängigkeit oder Unsicherheit, fürchten sich vor Bewertung ihrer sozialen, mithin finanziellen Situation. 

Wir von finance, baby! finden, dass sich niemand für seine Finanzen schämen sollte, ganz egal, wie viel oder wenig Geld Du besitzt! Denn wir wissen alle: Sprache ist Macht. Erst wenn du beginnst, Deine finanziellen Umstände, Wünsche oder Probleme zur Sprache zu bringen, sie für andere sichtbar zu machen, kannst Du dich wirklich damit auseinandersetzen und bei Bedarf wertvolle Unterstützung erhalten.



Wieso also unbedingt über Geld sprechen?

Geld definiert nicht Deinen Wert!


Eines vorab: Geld definiert nicht Deinen Wert, nicht Deine Persönlichkeit und lässt keine Rückschlüsse über Deinen Charakter oder Deine Menschlichkeit zu. Vielmehr hängt Geld von äußeren Faktoren wie beruflichen Chancen, dem Arbeitsmarkt oder dem eigenen Anlage- und Sparverhalten ab. Es existiert also kein Grund, das Sprechen über Geld zu tabuisieren, denn Du machst Dich und Deinen persönlichen Wert deswegen nicht angreifbar.

Extrem Geld sparen im Alltag!

Über Geld sprechen bedeutet, sich seinen finanziellen Umständen bewusst zu werden und das auch fortan zu bleiben, die eigene Budget-Planung nicht aus den Augen zu verlieren. So gewinnst Du wieder Geld zum Sparen aka zum nachhaltigen Geld anlegen. Kommunizierst Du offen mit Freund:innen und Deiner Familie über Deine Geldanlagen, begibst Du dich in einen gemeinsamen Austausch mit Menschen, die Dir einen weiteren Blickwinkel auf Deine Anlagestrategien sowie neue Ideen zur Finanzierung ermöglichen. Eine Umfrage im Jahr 2018 belegte allerdings, dass 29% der befragten Personen das Sprechen über Geld selbst im engen Freundeskreis noch immer als Tabuthema empfinden. Dabei erweisen sich gemeinsame Absprachen im Alltag als viel unkomplizierter, kennt Dein Gegenüber Deine derzeitige finanzielle Situation, kennst Du das ungefähre (Spaß)-Budget Deiner Gesprächspartner:innen. Hierbei geht es keinesfalls um Kategorisierungen oder Ausgrenzung. Hingegen stellt es sich als deutlich einfacher heraus, einen Kochabend daheim dem schicken Dinner im Restaurant vorzuziehen, fehlt es Dir zu Ende des Monats an Budget oder möchtest Du Dein Geld lieber sinnvoll anlegen. Offen und ehrlich über Geld zu sprechen, fühlt sich anfangs vielleicht etwas ungewohnt an, erweist sich jedoch meist als halb so schlimm, wie erwartet. Selbst kleine Fehlinvestitionen oder anfängliche Startschwierigkeiten sind meist deutlich weniger schwer zu verkraften, teilt man sie mit guten Freund:innen oder Familie – denn aus Fehlern lernen wir bei finance, baby!.
In unserer Starter-Class begleiten wir Dich bei Deinen ersten Schritten in Deine finanzielle Unabhängigkeit. Hier geht’s zur finance, baby! Academy.

Vergleichen lohnt sich!


Wissen vermehrt sich bekanntlich nicht von selbst, deswegen gilt es, in einen gemeinsamen Austausch zu treten – besonders im beruflichen Umfeld. Meistens wissen Arbeitnehmer:innen beispielsweise gar nicht, wie viel ihre Kolleg:innen im Vergleich verdienen. Dies führt nicht nur zu finanziellen Wissensdefiziten, sondern vorrangig zu Einkommensunterschieden, besonders zwischen Frauen* und Männern*. Seit 2018 existiert in Deutschland das Entgelttransparenzgesetz, das Arbeitgeber:innen dazu verpflichtet, über die Gehälter von Kolleg:innen auf Nachfrage Auskunft zu geben. Eine Evaluationsstudie im Mai 2019 zeigte jedoch, dass nur 4% der befragten Teilnehmer:innen vom Gesetz Gebrauch machten. Nicht verwunderlich, finden wir von finance, baby! Niemand geht gerne zu der oder dem Vorgesetzten und erkundigt sich nach fremden Gehältern, allerdings vermehren sich durch die aufgezeigten Ungleichheiten finanzielle Einbußen. Deswegen: Vergleichen lohnt sich! Vergleichsplattformen wie Glassdoor & Co. bieten erste Orientierungshilfen, berücksichtigen aber weder Deine individuelle Situation noch die Arbeitsatmosphäre vor Ort oder Dein Verhältnis zu Deinen Vorgesetzten. Daher begib dich ins Gespräch mit Deinen Kolleg:innen, Sie werden es Dir mit Sicherheit danken! Dabei kannst Du nicht nur mehr über relevante Gehaltsthemen erfahren, sondern stets vom Wissen Deines Gegenübers profitieren. Wie spart Dein:e Kolleg:in, existiert ein günstigerer Stromanbieter als Deiner, gibt es bessere Konditionen für Handyvertrag & Co.? Denn zu essentiellem Finanzwissen gehört, neben einem fairen Gehalt, auch eine clevere Alltags- und Lebensgestaltung.
Mehr Spartipps für den Alltag gibt’s hier!

Über Geld sprechen führt also zu beruflicher wie privater Weiterentwicklung, denn Probleme zu teilen, erleichtert und eröffnet Dir viel neues, wichtiges (Finanz-)Wissen. Finanzielle Themen zu kommunizieren, bedeutet für uns, miteinander in einen offenen, beidseitig gewünschten Austausch zu treten und die befindliche Situation der anderen Person zu berücksichtigen. Wir sagen: Her mit mehr Transparenz, denn über Geld spricht man(n) nicht – wir aber schon!

Seit dem 24. Juni kannst Du unsere Crowdfunding-Kampagne unterstützen – hier geht‘s zum Crowdfunding! Noch mehr Finanzwissen, offene Kommunikation und Female Empowerment findest Du auf unserem Instagram-Kanal.

Disclaimer
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