Gold-Aktien

Richtig in das Edelmetall investieren
Wissen to go:
  • Der Goldpreis schwankte in der Vergangenheit stärker als eine Investition in weltweit gestreute Aktien und brachte langfristig nicht einmal halb so viel Rendite.
  • Der Wert von Gold ist heftigen Schwankungen unterworfen und bleibt daher eine riskante und spekulative Geldanlage..
  • Du solltest nicht mehr als 5 -10 % Deines Vermögens in Gold anlegen.
Gold ist eines der ältesten Zahlungsmittel überhaupt. Schon vor Jahrtausenden haben Menschen mit Gold gehandelt und sie werden auch noch in Tausenden von Jahren mit Edelmetallen handeln. Banken können bankrott gehen, Regierungen können stürzen, aber Gold wird seinen ganzen Wert verlieren. Gold ist nämlich eine grundlegende Investition, kein Stück Papier wie eine Aktie oder eine Anleihe, das ein Versprechen auf zukünftige Zahlungen darstellt. Also, wie sinnvoll ist es, in Gold anzulegen? Wir von finance, baby! beantworten Dir die Frage in diesem Artikel. Los geht’s, baby!


Dearest reader, may I introduce: Das Edelmetall Gold

Der Goldpreis schwankte in den vergangenen zwei Jahrzehnten pro Jahr im Mittel stärker als etwa die Aktienkurse. Der Grund: Vor allem die Nachfrage steuert den Goldpreis. Denn anders als bei Unternehmen und damit bei Aktien gibt es keine innere Wertentwicklung. Wer aber Angst vor einem Währungscrash hat und den Totalverlust seiner sonstigen Geldanlagen fürchtet, der kann einen kleinen Anteil seines Vermögens in physisches Gold investieren, also Goldmünzen oder Goldbarren kaufen. Weil sich Gold außerdem öfter einmal entgegengesetzt zum Aktienmarkt entwickelt, kann es die Schwankungen im Portfolio leicht abschwächen. Gold kann eine gute Geldanlage sein: „In einem Mix mit anderen Anlageklassen ist es gut aufgehoben“, erklärt Dr. Borbély weiter. „Die Kombination unterschiedlicher Anlagen kann das Risiko senken, zeitweise große Verluste zu erleiden.“
Auch sind die Goldreserven weltweit begrenzt. Das bedeutet, dass das Edelmetall höchstwahrscheinlich einen gewissen Sachwert behält. Anders als die sogenannten Kryptowährungen wie Bitcoin ist Gold seit Jahrhunderten als Zahlungsmittel akzeptiert.

Gold = stabil. Aber warum?

Die Menge an Gold auf der Erde ist endlich. Das ist gut für Anleger:innen, denn das bedeutet, dass sein Wert viel stabiler ist als das von massenhaft gedrucktem Geld.

Investieren? Grund, bitte.

Seit Jahrhunderten hat Gold weltweit einen beständigen Ruf als perfekte Geldanlage in Krisenzeiten. Gold gilt weltweit als eine der nachgefragtesten Anlagen schlechthin:
Gerade die Deutschen lieben das Edelmetall. Laut Bericht des World Gold Council kauften deutsche Anleger:innen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 mehr als 90 Tonnen Gold. Das ist auch im internationalen Vergleich eine stolze Summe – nur die Chinesen kauften im gleichen Zeitraum mehr Gold als die Deutschen. Die Corona-Pandemie verstärkte diesen Trend noch zusätzlich.

Corona, niedrige Zinsen und steigende Inflation als Preistreiber

Seit 2020 hat der Goldpreis aufgrund der Corona-Krise, der weltweit anziehenden Inflation und des Kriegs in der Ukraine neue Rekordwerte in Euro erreicht.
Einer der größten Treiber für den Anstieg in 2020 war die Pandemie: „Aus Sorge vor den wirtschaftlichen Konsequenzen des Coronavirus haben viele Anleger versucht, ihr Vermögen durch Goldkäufe abzusichern“, erklärt Dr. Dora Borbély, Rohstoffexpertin der DekaBank. Hinzu kam das extrem niedrige Zinsniveau, das auch weiterhin besteht: „Die Aussichten auf lang anhaltend niedrige Zinsen haben schon seit längerem den Goldpreis nach oben getrieben. Mit der Corona-Pandemie haben sich diese Aussichten nochmals verstärkt. Und der Ausblick auf noch längere Zeit noch niedrigere Zinsen ist ein guter Nährboden für steigende Goldpreise“, so die Expertin. Auch die Angst vor der steigenden Inflationsrate, die mit aktuell 3,9 Prozent (Stand: August 2021) so hoch ist, wie seit vielen Jahren nicht mehr, treibt die Nachfrage. Denn viele Menschen sind der Überzeugung, Gold sei „inflationssicher“. Der bisherige Rekordpreis für Gold in Euro gerechnet wurde am 8. März 2022 erreicht, mit 1.880 Euro pro Feinunze. Vor allem der Krieg in der Ukraine und die stark gestiegene Inflationsrate machten Anlagegold attraktiver.

Entwicklung des Goldpreises

Wie bei jeder Handelsware kommt auch der Goldpreis über Angebot und Nachfrage zustande. Das Besondere an physischem Gold ist aber: Als natürlicher Rohstoff ist sein Angebot nicht beliebig ausdehnbar. Zieht die Nachfrage an, können Goldproduzenten nur versuchen, das Angebot durch Recycling von Gold kurzfristig zu erhöhen. Reicht dies nicht aus, steigt der Preis. Der allgemeine Aktienmarkt, politische Ereignisse, wirtschaftliche Krisen, Zinsentwicklung und Pandemien können die Höhe des Goldpreises beeinflussen.

Tick-tock, the clock is ticking …

Gold solltest Du dann kaufen, wenn die Lage an den Kapitalmärkten ruhig ist. Dann ist das Edelmetall verhältnismäßig günstig. Wenn der DAX also hochsteht oder gar Rekordstände erreicht, ist der Kauf von Gold am ehesten zu empfehlen. Eine stabilisierende Funktion hat Gold nur dann in einer Krise, wenn man es vor der Krise kauft.

Die wichtigsten Vorteile einer Anlage in Gold sind:

  • Gold ist ein universelles Gut. Obwohl es keine Währung mehr ist, ist sein Wert immer noch intakt. Überall auf der Welt investieren Menschen in Gold, um sich abzusichern. Ein Goldschmuck ist zum Beispiel in den USA genauso wertvoll wie in Indien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten.
  • Es besteht eine starke Nachfrage nach Gold auf dem Weltmarkt.

  • Gold als Anlageklasse ist so gut wie unabhängig von den Bewegungen des allgemeinen Marktes und bietet daher eine echte Diversifizierung Deines Portfolios.

  • Im Allgemeinen wird Gold auch als Absicherung gegen Inflation und sozioökonomische Unruhen verwendet. Denn Gold wird fast überall auf der Welt als Wertaufbewahrungsmittel akzeptiert.

  • Gegen Gold kannst Du leicht ein Darlehen erhalten.

  • Es kann leicht an Nachfolger weitergegeben werden und erfordert keinen großen Pflegeaufwand.

  • Du kannst es in verschiedenen Formen kaufen, wie digitales Gold, Schmuck, Münzen, Goldbarren, Geldanlagen, Investmentfonds usw.

Die wichtigsten Nachteile einer Anlage in Gold sind:

  • Die Lagerung an einem sicheren Ort ist mit Kosten verbunden. Bei großen Mengen von Goldbarren können zusätzliche Lagerungskosten anfallen.

  • Bei börsengehandelten Goldfonds können Maklergebühren anfallen (wie bei Aktien).

  • Die Vorhersage der Entwicklung des Goldpreises ist extrem schwierig und daher ist es schwierig, das Risiko/die Volatilität in Deinem Portfolio abzuschätzen, wenn es viel Gold enthält.

  • Wenn Du in Gold investiert, ist die einzige Rendite, die Du erzielen kannst, der Goldpreis. Also profitierst Du nur, wenn der Preis höher ist und Du es dann verkaufst. Du wirst auch nicht viel Gewinn erzielen, da die Veränderung des Goldpreises nur geringfügig ist.
Wenn es um Deine eigene Vermögensbildung geht und Du wissen willst, welche Anlageklassen für Dich und Dein Geld die richtige Wahl sind, dann solltest Du Dir auf jeden Fall die finance, baby! App herunterladen! Hier lernst Du eben alles über verschiedene Anlageklassen und kannst Dir zusätzlich ein kostenloses Beratungsgespräch bei unseren zertifizierten Finanzberaterinnen sichern. Worauf wartest Du noch?

Buy less. Choose well. Make it last, baby!

Wenn man langfristig spart und anlegt, ist es sinnvoll, einen Teil seines Geldes in Gold anzulegen. Bei Deiner Geldanlage solltest Du vor allem auf die Risikostreuung achten. Dafür kannst Du durchaus auch etwas Gold in Dein Portfolio aufnehmen. Frühere Krisen haben gezeigt, dass der Goldkurs den Verlust bei anderen Aktien teils ausgleichen kann. In der Krise, in der Angst oft eine Begleiterscheinung ist, sollte man niemals plötzlich anfangen, sein Hab und Gut zu Gold zu machen. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Investiere daher nur einen kleinen Teil Deines Vermögens in Gold, um die heftigen Schwankungen des Goldkurses durch andere Investitionen abzufangen.
Es gilt dennoch zu bedenken: Gold zahlt weder Zins noch Dividende aus. Die langfristige Wertentwicklung von Gold über Jahrzehnte hinweg war nach Abzug der Inflationsrate außerdem nur in wenigen Zeiträumen höher als bei anderen Geldanlagen. Deshalb raten die Verbraucherzentralen davon ab, deutlich mehr als 10 Prozent des Vermögens in Gold anzulegen.
Halten wir fest: Eine geringe Beimischung von Gold macht das Portfolio in der langen Frist schwankungsfester. Der Effekt ist aber nicht sehr stark.

Münzen oder Barren?

Die Produkte, über die Anleger:innen direkt und indirekt Gold kaufen können, sind vielfältig. Daher sollten gerade Einsteiger einige grundlegende Dinge wissen.
Wer Gold als sicheren Hafen in Krisenzeiten betrachtet, sollte auf Goldbarren setzen. Bei der Investition in Barren muss man auf Goldgehalt, Gewicht und Kosten achten.
Nur die Barren mit einem Feingoldgehalt von 99,99 Prozent lohnen den Kauf. Wenn sie eine geringere Qualität haben, sind sie schwerer weiterzuverkaufen. Manche Banken und Händler kaufen nur Barren von Herstellern, die von der London Bullion Market Association (LBMA) zertifiziert wurden.
Eine beliebte Alternative zu Barren sind Münzen. Sie sind schon zu deutlich geringeren Beträgen zu haben. Wichtig ist, sogenannte Anlagemünzen zu kaufen, da sie international anerkannt sind. Zu den bekanntesten Münzen zählen Krügerrand, Eagle, Maple Leaf, Britannia, Wiener Philharmoniker und Känguru. Aufgrund ihres deutlich geringeren Gewichts sind sie zwar vordergründig erschwinglicher, aber je höher die Gewichtsklasse, desto günstiger sind im Verhältnis dazu die Prägekosten. Daher bevorzugen viele Anleger:innen ab einem Gewicht von einer Feinunze den Kauf eines Goldbarrens.

Goldschmuck: Ja oder nein?

Der beste Grund, Goldschmuck als Investition zu betrachten, ist die Tatsache, dass sein Wert im Laufe der Zeit stabil bleibt und in Zeiten wirtschaftlicher Spannungen steigt.
Wenn der Aktienmarkt sinkt, steigen Rohstoffe wie Gold und Silber im Allgemeinen im Wert. Dies bietet eine ,,Absicherung’’, um Dein gesamtes Anlageportfolio auszugleichen
Aber: Da der Wert eines Schmuckstücks zum Teil von der künstlerischen Verarbeitung abhängt und den damit einhergehenden Kosten, hast Du möglicherweise mehr Mühe, Dein Geld aus einem Goldschmuckstück herauszuholen als aus einem Barren aus reinem Gold. Der Wert des Metallgehalts ist nie verhandelbar, der künstlerische Wert und die Arbeitskraft eines Schmuckstücks hingegen oft schon.

Achtung: Es ist nicht alles Gold ...

Es gibt keine Finanzaufsicht, die über den Handel mit Goldbarren und Münzen wacht. Noch gibt es gesetzliche Anforderungen an Verkäufer und ihre Beratungsqualität. Immer wieder werden Anleger:innen beim Goldkauf betrogen. Die Fälschungen werden immer besser. Daher ist es Einsteiger:innen in das Goldgeschäft fast unmöglich, Falschgold zu erkennen. Du solltest Dich nur an seriöse Goldhändler oder Banken wenden. Es hilft auch immer, vorher im Internet den Goldpreis-Richtwert nachzuschauen. Er wird zweimal täglich im sogenannten Goldfixing ermittelt.

safety, safety, safety

Wer Gold besitzt, sollte wissen, wie und wo er es am besten lagert. Wer sein Gold unbedingt zu Hause aufbewahren möchte, sollte sich daher einen (kleinen) Safe anschaffen. Noch besser ist ein Schließfach bei einer Bank. Im Schnitt liegen die Kosten zwischen 70 und 80 Euro pro Jahr. Dabei gilt: Je größer das Schließfach, desto teurer.

No-Go: Gold als Einzelinvestment

Gold wirft keine Erträge ab, wie man das von Aktien kennt, wo man Dividenden bekommt. Anders als bei Immobilien, die Mieteinnahmen abwerfen, oder Sparkonten, auf die ich eventuell Zinsen bekomme, bringt mir Gold keine Einnahmen. Damit der Wert von Gold also auf Dauer erhalten bleibt, muss auch der Preis steigen. „Man muss den nächsten Dummen finden“, sagt man dazu an den Kapitalmärkten manchmal herablassend.
In Krisenzeiten sind bei Gold auch kurzfristige Preissteigerungen möglich. Das bedeutet aber nicht, dass Gold auch dauerhaft höhere Renditen als Aktien liefert. Gold liefert weder Zinsen noch Dividenden. Die Rendite bemisst sich also allein an der Preisentwicklung.
Langfristig hat ein reines Goldinvestment Anleger:innen weniger Rendite und mehr Schwankung beschert als bspw. ein Investment in den Weltaktienindex MSCI World.
Verwalten kannst Du Deine Aktien übrigens bei Online-Broker:innen.

Wertpapiere: ETCs und ETFs statt physisches Gold

Neben physischem Gold in Form von Barren und Goldmünzen gibt es weitere Möglichkeiten, in das begehrte Edelmetall zu investieren. Nämlich durch Wertpapiere, die die Goldpreisentwicklung abbilden.


Gold-ETFs und Gold-ETCs

Gold-ETFs (Exchange Traded Funds) spiegeln die Entwicklung eines Gold-Index' wider und gelten als Sondervermögen - analog zu einem Investmentfonds. Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities) müssen in Deutschland zu 100 Prozent mit physischem Gold hinterlegt sein. Das heißt: Der Herausgeber eines Gold-ETCs verfügt tatsächlich physisch über das Gold, das er in Form einer Schuldverschreibung als ETC anbietet. Diese sind vergleichbar mit einem Gold-Zertifikat.


Gold-Zertifikate

Gold-Zertifikate sind Wertpapiere, die die Entwicklung des Goldpreises nachbilden. Wie für alle Zertifikate-Arten typisch, sind auch Gold-Zertifikate rechtlich gesehen Schuld­verschreibungen und werden von sogenannten Emittenten herausgegeben. Das bedeutet, wer sein Geld in Gold-Zertifikate investiert, befindet sich in der Rolle eines Gläubigers gegenüber dem Emittenten des ent­sprechen­den Gold-Zertifikats. Diesem überlässt die Anleger:in durch den Kauf des Zertifikats vorübergehend sein Geld.


Vor- und Nachteile dieser Wertpapiere

Vor allem haben beide dieser Wertpapiere den Vorteil, dass keine zusätzlichen Kosten für Produktion und Verwahrung wie beim physischen Gold entstehen. Der Nachteil bei Gold-ETCs aber ist, dass sie nicht als Sondervermögen gelten und daher bei einer Insolvenz des Anbieters nicht geschützt sind. Wird er insolvent, reihen sich die Anleger:innen mit ihrer Schuldverschreibung mit anderen Gläubigern ein – und bekommen womöglich nicht den gesamten Wert ihrer Investition ausgezahlt.
Anders als bei Gold-ETCs erwerben Anleger eines ETFs vom Herausgeber einen Fondsanteil. Da ETFs in Deutschland laut Gesetz ihre Anlage immer auf mehrere Wertpapiere aufteilen müssen, können Anleger:innen an deutschen Börsen in keinen reinen Gold-ETF investieren. Das ist nur an ausländischen Börsen möglich, zum Beispiel in der Schweiz oder in den USA. Das allerdings ist mit viel Bürokratie, gerade bei der Besteuerung, verbunden.
Wenn Du wissen willst, ob ETFs für Dich und Dein Geld die richtige Wahl sind, wenn es um Deine eigene Vermögensbildung geht, dann solltest Du Dir auf jeden Fall die finance, baby! App herunterladen. Hier lernst Du alles über verschiedene Anlageklassen und vieles mehr. Worauf wartest Du noch?

Goldminen-Aktien

  • Goldminenaktien bieten eine indirekte Möglichkeit (mit Hebelwirkung) vom Goldpreis zu profitieren.
  • Die Entwicklung der Minenaktien-Kurse ist abhängig vom Goldpreis, dem Aktienmarkt allgemein und von unternehmensspezifischen Faktoren der Minengesellschaften.
  • Mit ihrem Goldminenanteil hast Du die Möglichkeit, etwaige Dividenden der Fördergesellschaften zu kassieren.

Welche Steuern müssen auf Gold gezahlt werden?

Da Gold ein Edelmetall ist, ist es in der EU steuerfrei. Anleger:innen sparen daher sowohl die 19 Prozent Mehrwertsteuer als auch die Abgeltungssteuer für Gewinne aus Goldverkäufen. Voraussetzung ist, dass sie ihr Gold für mindestens ein Jahr lang behalten.
Gold zählt als Sondervermögen, daher ist es selbst bei einer Insolvenz des Emittenten vor dem Zugriff des Finanzamtes oder vor Gläubigern geschützt. Anleger:innen müssen somit nicht befürchten, ihren Gegenwert nicht zurückzuerhalten.
Der Verkauf von physischem Gold ist frei von Einkommensteuer, wenn Du Deine Münzen oder Barren länger als zwölf Monate besessen hast. Ansonsten liegt ein privates Veräußerungsgeschäft vor und Du musst den Gewinn aus dem Verkauf mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern.
Wertpapiere sind frei von Abgeltungsteuer, sofern sie den Anspruch zur Lieferung von physischem Gold beinhalten. Auf Gewinne aus Wertpapieren, die diesen Lieferanspruch nicht miteinschließen, fällt dagegen Abgeltungsteuer an.
Der Kauf von Münzen und Barren ist außerdem von der Mehrwertsteuer befreit. Ausnahme sind einige Sammlermünzen, deren Reinheitsgehalt geringer ist und die sich ohnehin nicht zur Geldanlage eignen.
Achte darauf, dass Goldkäufe – wie auch Aktienkäufe oder der Erwerb anderer Wertpapiere – vom Widerruf ausgenommen sind.

Wie der Aktienmarkt den Goldpreis beinflusst

Wenn Aktienmärkte ins Bodenlose fallen, ist ein Goldkauf nie ratsam. Beim DAX war das in der Krise der Fall. Dann steigt der Goldpreis in der Regel, was den Ankauf schlicht zu teuer macht. Dazu kommen die Kosten, die der Besitz von Gold nach sich zieht. Das führt zum sogenannten Aufgeld, also der Spanne zwischen An- und Verkaufspreis. Diese liegen in der Regel zwischen drei und vier Prozent. In der Krise verzeichnete man nun einen Aufschlag von acht bis 15 Prozent. Der Goldpreis muss also massiv steigen, damit keine Verluste entstehen.

Goldpreis: Entwicklung innerhalb von 10 Jahren

Im Jahresdurchschnitt lag der Goldpreis im Jahr 2010 bei 1.227,15 US-Dollar pro Feinunze bzw. 935,31 EUR pro Unze. Zehn Jahre später im Jahr 2020 war die Feinunze Gold nun im Durchschnitt 1.769,82 US-Dollar bzw. 1.548,96 Euro wert.
Gerechnet auf die Durchschnittswerte der beiden Jahre, ist der Wert von US-Dollar also um + 44,2% gestiegen. In Euro ist der Goldpreis in den letzten 10 Jahren um + 39,6% geklettert.

Your choice: Verkauf

Wann Du Dein Gold wieder verkaufen willst, bleibt Dir überlassen. Die Entwicklung des Goldpreises lässt sich ohnehin nicht vorhersagen. Wer Barren oder Münzen wieder verkaufen will, sollte aber beachten, dass der Ankaufspreis der Händler in der Regel unter dem jeweils aktuellen Verkaufspreis liegt. Wer also einen Goldbarren kauft und sofort wieder verkauft, macht einen Verlust. Spätestens wenn Du das Risiko der Preisschwankungen nicht mehr tragen kannst oder willst, solltest Du verkaufen. Hier geben wir Dir Tipps zu Online-Broker:innen, bei denen Du Deine Wertpapiere verwalten kannst.
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Disclaimer

Von den Autorinnen erwähnte Aktien, ETFs und Fonds sind immer mit Risiken behaftet. Alle Texte sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Sie wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus öffentlich zugänglichen Quellen übernommen. Alle zur Verfügung gestellten Informationen dienen allein der Bildung und Veranschaulichung. Eine Haftung für die Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Sollten die LeserInnen sich die angebotenen Inhalte zu eigen machen oder etwaigen Ratschlägen folgen, so handeln sie eigenverantwortlich.
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