Diana von @doandlive im Interview

doandlive im Interview

*Unbezahlte WERBUNG/Markennennung. 

Auf ihrem Instagram-Account sowie Onlineblog teilt Diana als doandlive Ausschnitte aus ihrem Leben, Food-Projekte & Co. und ist damit bereits im achten Jahr selbständig. Mit ölsalzessig veröffentlichte sie 2021 zudem ihr erstes Print-Magazin, rund um die Themen vegane, nachhaltige und regionale Küche.

finance, baby!: Auf Deinem Onlineblog sowie Instagram-Account teilst Du als doandlive Ausschnitte aus Deinem Leben mit über 83, 500 Follower:innen und setzt Dich zudem immer wieder für Nachhaltigkeit, Female Empowerment und Gleichberechtigung ein. Erfüllst Du dir damit Deinen Traumberuf oder hattest Du eigentlich ganz andere Pläne?

Diana: Eigentlich hatte ich überhaupt gar keinen Plan, was ich gerne machen würde und habe damals mit meinem Instagram-Account und Blog angefangen, als ich mein erstes Studium abgebrochen hatte. Davor habe ich Jura studiert, dann festgestellt, dass das nichts für mich ist und hatte so ein halbes Jahr Leerlauf. Ich habe ganz viele Praktika gemacht, darauf gewartet, dass ich einen Studienplatz für mein nächstes Studium bekomme und gedacht, ich starte ein bisschen mit Social Media. Das war erstmal zur Überbrückung und ist dann größer geworden, als ich geplant hatte. Es hat mir immer noch ganz viel Spaß gemacht und so ist das dann alles entstanden.

 

Finance, baby!: Deinen Onlineblog hast Du bereits 2014 während Deines Studiums ins Leben gerufen. Wie fühlt es sich an, eine so junge Gründerin zu sein? Was durftest Du in dieser Zeit lernen?

Diana: Das war damals sehr überfordernd, da ich niemanden in meinem Umfeld hatte, der ebenfalls selbständig war oder irgendetwas in die Richtung machte. Also konnte ich nicht wirklich jemanden zu den Themen befragen, die so auf einen zugekommen sind. Trotzdem war es toll, dass alles von klein auf immer größer wurde und ich konnte mir alle Probleme und Herausforderungen, die mir auf dem Weg begegnet sind, nach und nach selbst beibringen, herausfinden, wie man damit umzugehen hat. Das war gut und ich habe unfassbar viel gelernt, aber es war auch sehr herausfordernd.

 

 

finance, baby!: Mit ölsalzessig veröffentlichtest Du Anfang 2021 Dein erstes, ganz eigenes Print-Magazin. Was brachte Dich dazu, ein Magazin ganz im Alleingang zu publizieren?

Diana: Die Idee hinter ölsalzessig und meine Intention, das Magazin selbst zu publizieren, kam daher, dass ich sehr gerne ein Print-Produkt herausbringen wollte, in dem meine ganzen Food- und Rezeptideen gesammelt sind. Ich habe mich ein bisschen reingefuchst, hin- und herüberlegt, hatte eine ganz spezielle Vorstellung, wie das Ganze auszusehen hat, wie der Name, wie die Ästhetik sein soll. Mir war relativ schnell klar, dass es schwierig sein wird, einen Verlag davon zu überzeugen und ich dachte mir, vielleicht geht das auch einfach alleine. Ich habe mich informiert, wie man das ganze anstellt, das war natürlich ein riesiger Prozess. Aber ich habe mich getraut und es einfach ausprobiert. Die erste Ausgabe lief dann so gut, dass ich mich entschloss, mehrere Ausgaben zu veröffentlichen und erst gerade ist die zweite Ausgabe rausgekommen.

 

finance, baby!: ölsalzessig steht nicht nur für irgendein Food-Magazin, sondern vor allem für vegane, nachhaltige und regionale Küche – was steckt hinter Deiner Vision?

Diana: Ich möchte den Fokus auf regionale Zutaten lenken. Nicht nur darauf, dass meine Rezepte vegan und pflanzlich sind, sondern auch Gemüse und Zutaten in den Fokus stellen, die aus Deutschland bzw. Mitteleuropa kommen, die keine großen Importwege hinter sich bringen müssen, um zu den Einkäufer:innen zu gelangen. Dafür möchte ich Ideen und Inspirationen liefern – das ist meine Leidenschaft.  

 

finance, baby!: Blickst Du zurück, was würdest Du heute auf Deinem Weg als Gründerin anders machen? Was genau gleich?

Diana: Was ich gleich machen würde, mir und meinem Bauchgefühl zu vertrauen, mich nicht in irgendwelche Raster zu rücken, sondern einfach alles so zu machen, wie ich es mir vorstelle und ganz vieles erstmal auszuprobieren. Und wenn man mal etwas falsch macht, eben aus den Fehlern zu lernen. Wenn ich könnte, würde ich mir rückwirkend ganz am Anfang mitgeben: Nimm Dir rechtzeitig und noch früher eine:n Steuerberater:in und kümmere Dich ganz am Anfang um das Thema Steuern und Finanzen als Gründer:in.

 

 

finance, baby!: Wie motivierst Du andere Frauen* dazu, einen ähnlichen Weg einzuschlagen? Was wünscht Du dir, wenn es um Female Empowerment und Equality geht?

Diana: Wenn ich in meinem Umfeld mitbekomme, dass jemand mit dem Gedanken spielt, sich selbständig zu machen oder sich zu trauen, etwas Eigenes zu starten, versuche ich meinem Gegenüber immer die Angst und den Respekt davor zu nehmen, keine Planbarkeit und Sicherheit bezüglich Gehaltes und Finanzen zu haben. Ich rate immer dazu, sich ein kleines finanzielles Polster zu schaffen und dann den Sprung zu wagen, denn selbst in einem Angestellt:innenverhältnis besitzt man nie wirklich eine vollkommene Sicherheit. Ich habe das Gefühl, dass gerade das Thema Finanzen und diese fehlende Planbarkeit am Anfang als Gründerin viele Leute, viele Frauen*, davon abhält zu gründen. Da versuche ich immer zu sagen: Schaffe Dir ein kleines Polster und dann trau‘ Dich!

 

finance, baby!: Selbständigkeit birgt manchmal finanzielle Unsicherheit. Wie gehst Du damit um?

Diana: Ich befinde mich jetzt im achten Jahr meiner Selbständigkeit, habe dieses Jahr ein zweites Unternehmen gegründet und kann noch immer nicht von mir behaupten, dass ich mich finanziell vollkommen sicher fühle. Klar, das kommt, das wird besser, und ich fühle mich schon einigermaßen sicher. Das hat auf jeden Fall damit zu tun, möglichst viel zu verstehen und vor allem als Steuerberater:in jemanden an der Seite zu wissen, der oder die mich und die eigenen Fragen ernst nimmt, sich da auch wirklich selbst reinzufuchsen und nicht einfach alles abzugeben. Zu verstehen, wie Prozesse funktionieren und keine Angst zu haben, Fragen zu stellen, die dann auch beantwortet werden. Wichtig ist auch, mit den Einnahmen und Ausgaben richtig umzugehen. Ich fühle mich eigentlich immer dann finanziell sicher, wenn ich weiß, dass ich für mich ein paar Monate Gehalt auf der Seite weiß. Dann eine saubere Kontentrennung zu machen, eine gute Kostenaufstellung für sich, für die privaten Ausgaben, zu wissen, wie viel man im Monat an Geld braucht und sich auch nur das zu überweisen, das Geschäftskonto ansonsten unangerührt zu lassen – immer zu adaptieren, wie viel man eigentlich wirklich braucht.

 

finance, baby!: Wenn Du eine Botschaft an junge Gründer:innen weitergeben dürftest, was würdest Du empfehlen?

Diana: Eine Sache, die ich jungen Gründer:innen weitergeben würde: Traut Euch! Es kommt nie der perfekte Zeitpunkt, an dem man sich bereit und sicher fühlt. Den Zeitpunkt muss man selbst wählen und dann – einfach machen! Keine Angst vor Entscheidungen zu haben, das ist immer eine Baustelle von mir. Ich schiebe schwere Entscheidungen gerne vor mir her, allerdings fügt sich eigentlich immer alles, wenn man sich entscheidet. Und was danach kommt, darum kann man sich dann noch immer kümmern. Ein bisschen Vertrauen, dass man es schon schafft, alles zu regeln, was dann passiert. Trauen, der richtige Zeitpunkt kommt nie – der ist jetzt – und keine Angst vor Entscheidungen!

 

Du willst selbst gründen? Für Tipps zum Crowdfunding geht's hier zum Gespräch mit Nisha Di Giorgio. Noch mehr Finanzwissen, Female Empowerment & Co. findest Du auf unserem Instagram-Kanal.  


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