Kennst Du schon den »Gender Pay Gap«, baby?

Kennst Du schon den »Gender Pay Gap«, baby?

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Kennst Du schon den Gender Pay Gap, baby?

Dass Frauen* noch immer weniger als Männer* verdienen, verwundert uns bei finance, baby! schon lange nicht mehr. Begriffe wie der Gender Pay Gap beschäftigen sich mit diesen bezeichneten Ungleichheiten, dienen als obligatorisches Vokabular und Wissen, begibt man sich in gendertheoretische Auseinandersetzungen.

Gender Pay Gap – was ist das überhaupt?

Der Gender Pay Gap bezeichnet die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen*, noch genauer: den prozentualen Unterschied des Brutto-Stundenlohns zwischen Männern* und Frauen* innerhalb eines Staates. Dabei unterscheidet man zwischen einem unbereinigten sowie bereinigten Gender Pay Gap. Der unbereinigte Gender Pay Gap orientiert sich am durchschnittlichen Verdienst aller Arbeitnehmer:innen und vergleicht diesen miteinander. Hierarchische Strukturen wie die jeweilige Position im Unternehmen oder verschiedene Berufe erfahren keine Beachtung. Diese strukturellen Faktoren berücksichtigt der bereinigte Gender Pay Gap und berechnet die Lohndifferenz anhand vergleichbarer Tätigkeiten, Qualifikationen sowie biographischer Hintergründe.
 

Gender Pay Gap

Gender Pay Gap 2021

Aber wie hoch ist eigentlich der Gender Pay Gap in Deutschland 2021? Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) beziehen sich stets auf das Vorjahr, damit auf das Jahr 2020. Betrachtet man den unbereinigten Gender Pay Gap, verdienten Frauen* 2020 in Deutschland 18% weniger als Männer. Der derzeit durchschnittliche Brutto-Stundenlohn von Frauen* liegt bei 18,62 Euro und verzeichnet eine Differenz von 4,16 Euro im direkten Vergleich mit Männern*, die durchschnittlich einen Brutto-Stundenlohn von 22,78 Euro erhalten. In verschiedenen Branchen zeichnen sich diverse Unterschiede ab, jedoch verdienen Frauen* flächendeckend stets weniger als Männer*. Am größten erweist sich der Gender Pay Gap mit 31 % in Berufsfeldern der Kunst, Unterhaltung und Erholung, während im Wirtschaftszweig der Abwasser- und Abfallversorgung sowie Beseitigung von Umweltverschmutzungen der Gender Pay Gap mit 2 % geringer ausfällt. Gleichwohl weist das Statistische Bundesamt darauf hin, dass sich dort generell nur wenige Frauen* in Anstellung befänden. Nochmal zur Wiederholung und Realisierung: Es existiert kein einziger Wirtschaftszweig in Deutschland, in dem Frauen* mehr als Männer* verdienen. Wir von finance, baby! sind nicht verwundert, trotzdem bestürzt. Zwar verkleinerte sich der Gender Pay Gap um einen Prozentpunkt zum Vorjahr – doch, folgt man dem Statistischen Bundesamt, nicht aus Aspekten einer Geschlechtergleichheit, vielmehr aufgrund von Auswirkungen der Covid-Pandemie. Denn begeben sich Männer* aus einem besser entlohnten Beschäftigungsverhältnis in Kurzarbeit, verringert sich der Gender Pay Gap aufgrund eines durchschnittlich geringeren Brutto-Stundenlohns der Männer*. Gleiches passiert, bewegt sich eine Frau* mit einer geringen bezahlten Beschäftigung in Kurzarbeit, der Brutto-Stundenverdienst der Frauen* steigt. Der verringerte Gender Pay Gap im Jahr 2020 verspricht daher nur eingeschränkte Gültigkeit.

Gender Pay Gap – wieso?

Du findest den Gender Pay Gap frustrierend, unfair und fragst Dich, wieso? – Wir uns auch. Tatsächlich entsteht der Gender Pay Gap zunächst zu 71 % aufgrund struktureller Probleme. Frauen* arbeiten öfter in beruflichen Branchen, die grundsätzlich eine schlechtere Bezahlung verzeichnen und befinden sich zudem seltener in Führungspositionen. Hier erklären wir Dir, was der Gender Leadership Gap bedeutet. Arbeit in Teilzeit, Elternpause oder Minijobs vergrößern die genderorientierten Gehaltsunterschiede, weisen auf die Problematik einer fehlenden Vereinbarkeit von Familie und Beruf hin. Fakten des Statistischen Bundesamtes belegen, dass 2019 in Deutschland rund 47 % der Frauen* in Teilzeit arbeiteten, Männer* hingegen nur zu 9 %. Die Ursache ihrer Teilzeitarbeit definierten 31% der betroffenen Frauen* in der Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen sowie 17 % in anderen persönlichen oder familiären Verpflichtungen.
 
Die zurückbleibenden 29%, fernab struktureller Ursachen, begründen den bereinigten Gender Pay Gap. Selbst unter Herausrechnung struktureller Gründe verbleibt selbst hier noch immer eine Differenz des stündlichen Brutto-Arbeitslohns von 6% zwischen Frauen* und Männern*.

Gender Pay Gap unterbinden

Um der Gender Pay Gap entgegenzuwirken, existiert seit 2018 das Entgelttransparenzgesetz, dieses erklären wir Dir hier. Das Problem der finanziellen Geschlechterungleichheit gilt es jedoch nicht nur auf rechtlicher und politischer Ebene zu lösen. Vielmehr fällt der Gender Pay Gap unter die Verantwortung großer sowie kleiner Unternehmen, die sich für mehr Diversität und Vielfalt in Vorständen und Führungspositionen sowie flexiblere Arbeitszeitmodelle einsetzen müssen. Als Anbieter einer digitalen Technologieplattform für Finanzen und Liquidität liefert beispielsweise die aifinyo AG  Lösungen speziell für Gründer:innen oder Freiberufler:innen, unterstützt beim Prozess der finanziellen Unabhängigkeit. Erst dann kann ein gesellschaftlicher Wandel stattfinden, erst dann nähern wir uns einer gleichberechtigten Zukunft! Wir von finance, baby! versuchen unseren Teil dazu beizutragen und wünschen Dir und uns eine finanziell unabhängige Zukunft, fernab einer Gender Pay Gap. In unserer finance, baby! Academy unterstützen wir Dich bei allen wichtigen Finanzfragen oder besuche uns auf Instagram, we got you, baby!

 

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