Nachhaltig investieren - 5 Tipps für eine grüne Geldanlage mit Cooler Future

Nachhaltig investieren - 5 Tipps für eine grüne Geldanlage mit Cooler Future

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Nachhaltiges Investieren ist von einem kleinen Nischenprodukt zum neuesten “Hype” des Finanzmarkts geworden. Immer mehr Investor*innen sind überzeugt davon, dass ein erfolgreiches Portfolio in der Zukunft, auch ein nachhaltiges Portfolio sein muss. 

Erst kürzlich veröffentlichte der Bundesverband deutscher Banken die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter deutschen Privatanlegern, in der zwei Drittel der Befragten angaben, dass es ihnen wichtig sei, dass ihr Geld in nachhaltige Projekte investiert wird. Laut einer im Februar veröffentlichten Analyse haben ESG-Aktienfonds allein Anfang dieses Jahres weltweit 62 Mrd. USD an Netto-Neuzuflüssen verzeichnet, was einem Anstieg von 135% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das bedeutet auch, dass 4 von 10 US-Dollar der globalen Aktienzuflüsse nun in ESG-Fonds fließen. 

Mit dem schnellen Anstieg der Nachfrage, ist auch das Angebot rapide angestiegen. Immer mehr Fonds und Investmentprodukte stellen auf “grün” um, um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Nachhaltige Fonds, die sich auf  Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) konzentrieren, sprießen nur so aus dem Boden. 2020 wurden in Deutschland so viele nachhaltige Fonds* wie nie zuvor auf den Markt gebracht. 

Leider gibt es bei dieser Entwicklung auch eine Schattenseite, denn nicht bei allen Fonds und Investmentprodukten auf denen “Nachhaltigkeit” draufsteht, ist auch Nachhaltigkeit drin. 

Wie kannst du also sicher gehen, dass du dein Geld wirklich nachhaltig anlegst und nicht in die Greenwashing Falle tappst? Genau dieses Problem gehen wir bei Cooler Future an! In diesem Beitrag erklären wir, warum klimafreundliches Investieren so wichtig ist und geben dir 4 einfache Tipps, mit denen du noch heute prüfen kannst wie grün deine Geldanlage wirklich ist. 

Unsplash cooler future nachhaltige Investments Artikel auf Finance, baby!

Was ist eigentlich Cooler Future? 

Es wird oft argumentiert, dass der Kapitalismus den Planeten zerstört und wir darum — wenn wir die Klimakrise lösen wollen — den Kapitalismus beenden müssen. Unsere Finanzen und Investitionen aus dieser Sichtweise heraus zu betrachten, ist jedoch ein Fehler, wenn wir einen sinnvollen Weg finden wollen, unseren Planeten vor einer Erwärmung von über 1,5 Grad zu bewahren. 

Bei Cooler Future* wollen wir nicht den Kapitalismus bekämpfen. Vielmehr wollen wir die Funktionsweise des Kapitalismus verändern und sie dazu nutzen, den Klimawandel zu bekämpfen. Mit Kapital, das dort zum Einsatz kommen soll, wo aktiv etwas getan wird, um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.

Darum wollen wir bei Cooler Future jeder Person die Möglichkeit geben, mit ihrem Geld beziehungsweise ihren Investitionen für eine nachhaltigere Zukunft abzustimmen. Wenn man als Einzelperson nur einen kleinen Betrag pro Monat investieren kann, gibt es derzeit keine Anlageprodukte, die die Klimaauswirkungen der Investments in irgendeiner Weise quantifizieren  – genau das wollen wir bei Cooler Future verändern. 

Unser Ziel ist es, jeder Person – auch ohne vorherige Investment-Erfahrung oder großem Vermögen – zu ermöglichen in die zukünftigen “Klimagewinner” zu investieren. Ganz einfach per App, ohne dabei in die Greenwashing-Falle zu tappen. 

Warum überhaupt “grüne Investments”?

Wenn es darum geht deinen CO2e Fußabdruck zu reduzieren, ist das erste was dir vielleicht in den Sinn kommt, nachhaltiger und bewusster zu konsumieren. Während wir als Einzelpersonen tagtäglich mit verschiedensten Möglichkeiten bombardiert werden, mit denen wir den Planeten retten können – von Soja Milch, über Mülltrennung bis hin zu Bambus-Zahnbürsten – werden unsere Finanzen dabei oft vergessen. 

Jetzt fragst du dich vielleicht: Warum sind grüne Investments also sinnvoll und was hat das mit dem Klimawandel zu tun? Hier zwei Hauptgründe:

#1: Nachhaltiges Investieren ist gut für deine Finanzen

Die Deutschen horten fast 2 Billionen Euro auf ihren Bankkonten. Klingt vielleicht erstmal sinnvoll, ist es aber leider nicht. Warum?

Wir befinden uns derzeit in einer Niedrigzinsphase. Das heißt, dass die Zinssätze weltweit zurzeit auf einem Tiefstand sind, da viele Zentralbanken ihre Leitzinsen gesenkt haben, um den Konsum anzukurbeln. Die Zinssätze sind allerdings teilweise sogar so niedrig, dass sie sogar von der Inflation überholt werden. Das heißt, du “verlierst” sogar Geld, wenn du es auf deinem Sparkonto hortest. Stell es dir so vor: 

Wenn du dein Geld auf ein Sparkonto einzahlst, bekommst du einen kleinen Betrag an Zinsen. Das liegt daran, dass die Bank technisch gesehen dafür bezahlt wird, dass sie sich das Geld von dir leiht. Angenommen du sparst 10.000 € über ein Jahr auf deinem Sparkonto und deine Bank bietet einen Zinssatz von 0,1%. Das bedeutet, dass du dich am Ende des Jahres über ganze 10 € freuen kannst. Glückwunsch, damit kannst du dir (vielleicht) eine Flasche Wein kaufen. 

Wenn jedoch die Kosten für deine 10 € Flasche Wein jedes Jahr aufgrund der Inflation um 2% steigen, du aber nur 1% Zinsen auf dein gespartes Geld bekommst, verlierst du sogar Geld, indem du es auf deinem Sparkonto liegen lässt.  

Fun fact: Die Deutschen könnten theoretisch allein mit den Ersparnissen auf ihren Bankkonten alle Unternehmen an der Frankfurter Börse besitzen (die Marktkapitalisierung liegt unter 2 Billionen Euro). 

#2: Nachhaltiges Investieren ist gut fürs Klima

Das ist ja schön und gut. Aus finanziellen Gründen macht das Investieren also auf jeden Fall Sinn. Aber was hat das mit dem Klima zu tun? 

Die Antwort ist ganz einfach: Egal was du mit deinem Geld machst, es hat immer einen Einfluss auf unser Klima. Das heißt also, selbst wenn du dein Geld auf deinem Sparkonto “hortest”, hat dieses Geld einen CO2-Fußabdruck. 

Das liegt daran, dass dein Geld nicht in materieller Form auf deinem Sparkonto liegt, sondern deine Bank dieses Geld weiter investiert. Leider jedoch meistens nicht mit Hinsicht aufs Klima. 

„Traditionelle Banken verwenden dein Geld, um beispielsweise die Herstellung fossiler Brennstoffe zu finanzieren und treiben somit die Erwärmung unseres Planeten voran. Warum nicht den Klimawandel bekämpfen, indem du die Kontrolle über dein Geld zurückgewinnst und es stattdessen in klimafreundliche Unternehmen investierst?“ 

Julius Friedländer - COO Cooler Future

Traditionelle Banken pumpen tagtäglich massiv Geld in klimaschädliche Industrien. In den fünf Jahren seit dem Pariser Abkommen haben die 60 größten Banken der Welt fossile Brennstoffe in Höhe von 3,8 Billionen Dollar finanziert. Laut dem neuen Bericht "Banking on Climate Chaos", der Umweltorganisationen Rainforest Action Network und BankTrack, haben die 60 größten Banken der Welt ihre Investitionen in fossile Brennstoffe seit 2016 (dem Jahr nach dem Pariser Abkommen) sogar erhöht, anstatt sie zu verringern. 

Um es zusammenzufassen: Wenn du Geld sparst, leihst du es deiner Bank, die es dann oft auf eine Art und Weise verwendet, die die Klimakrise begünstigt, anstatt sie zu mildern. 

Indem du dein Geld stattdessen achtsam investierst, hast du die Möglichkeit, die Kontrolle über deine Finanzen zu übernehmen und sie stattdessen als Katalysator für positive Veränderungen zu nutzen. Ganz zu schweigen davon, dass du natürlich auch beträchtliche Renditen erzielen kannst! 

Cooler Future Unsplash Nachhaltige Investments für Frauen Finance, baby! Magazine

In 4 Schritten zu wirklich nachhaltigen Investments

Wie schon zu Beginn des Artikels kurz angesprochen: Die Nachfrage - und als logische Konsequenz der Markt - nach nachhaltigen Investments boomt. Nachhaltiges Investieren ist zum neuesten "Hype" geworden, wobei sowohl Investoren als auch Unternehmen zunehmend die zukünftige Bedeutung erkennen. Politische Entscheidungsträger*innen treiben die Nachfrage mit neuen Klima-Zugeständnissen zusätzlich in die Höhe: Joe Biden hat versprochen, Billionen in die Dekarbonisierung der US-Wirtschaft zu investieren, und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping hat versprochen, dass China bis 2060 kohlenstoffneutral sein wird. Diese Entwicklung ist doch wunderbar! Oder etwa nicht? 

Ganz so einfach ist es leider nicht. Obwohl kein Zweifel daran besteht, dass die Entwicklung in Richtung “nachhaltige Investments” an sich eine sehr positive Entwicklung ist, die auch in Zukunft eine große Rolle spielen wird, gibt es jedoch auch hier einige wichtige Dinge zu beachten. Denn das “Greenwashing” Problem spielt nicht nur bei Fast-Fashion eine große Rolle, sondern leider auch vermehrt in der Finanzbranche. 

Während der Enthusiasmus für klimafreundliches Investieren neue Höchststände erreicht, warnen Analysten zunehmend davor, dass Investoren ihr Geld in alles pumpen, was "grün" aussieht - was die Bewertungen von umweltfreundlichen Unternehmen in neue Rekordhöhen treibt und die Angst vor einer Blase schürt. Denn in dem selben Zuge in dem die Nachfrage nach nachhaltigen Investments steigt, so steigt auch die Zahl der Fonds und Unternehmen, die das ESG-Label hauptsächlich (oder ausschließlich) als Marketing-Gag nutzen. 

Wie also kannst du sichergehen, dass deine Investments wirklich nachhaltig sind?

#1: Renne nicht den neuesten ESG Trends hinterher

So wie die Nachfrage nach nachhaltigen Investments steigt, so steigt auch die Zahl der Fonds und Unternehmen, die das ESG-Label hauptsächlich als Marketingtaktik nutzen, um Investoren anzulocken. 

Es gibt immer noch wenig Einigkeit darüber, was ESG eigentlich bedeutet, und keine standardisierten Kriterien. Das Ergebnis ist, dass viele der Fonds, die heutzutage das ESG-Label verwenden, nicht so nachhaltig sind, wie sie vielleicht erscheinen. Einige der beliebtesten ESG-Fonds investieren zum Beispiel in die weltweit größten Kohlenstoffemittenten. Laut einer Morningstar Analyse waren zudem im letzten Jahr um die Hälfte der “neuen” grünen Fonds eigentlich gar nicht neu, sondern bereits bestehende Investmentprodukte, bei denen nur das Anlagekonzept geändert wurde. 

Selbst Fonds, die bei ESG-Kriterien gut abschneiden, können also immer noch Unternehmen unterstützen, die nicht mit deinen Werten übereinstimmen (zu denen aber beispielsweise Tech-Giganten wie Amazon* gehören). Das bringt uns zum nächsten Punkt:

#2: Grenze deinen Fokus ein

Es besteht also immer das Risiko, dass nicht alle Fonds die das ESG-Label tragen, auch deiner Definition von “nachhaltig” entsprechen. “Nachhaltigkeit” und “ESG” sind schließlich sehr weite Begriffe unter denen jeder etwas anderes versteht und die viele Bereiche beinhalten. Das Problem ist – du kannst höchstwahrscheinlich nicht alle Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das heißt so viel wie: Es gibt nicht den einen Fonds oder die eine perfekte Investmentmöglichkeit, die alle Kriterien zu hundert Prozent erfüllt. 

Viele ESG Fonds beispielsweise, sortieren zwar Unternehmen aus, die gegen bestimmte Kriterien widersprechen, konzentrieren sich allerdings nicht darauf, bestimmte Aktien und Anleihen aktiv herauszupicken, die ein bestimmtes Problem wirklich in der Tiefe angehen. Für dich heißt das: 

Versuche nicht jedes Problem in einem Investmentprodukt zu lösen, sondern fokussiere dich auf die Bereiche die dir wirklich am Herzen liegen. Wenn du deine Suche von “nachhaltigen Fonds” auf bestimmte Themen einschränkst, kannst du gezielter nach Investmentmöglichkeiten suchen, die sich genau für diese Themen einsetzen. Also anstatt dein Geld in den erstbesten nachhaltigen Fond zu stecken, sieh dich lieber auch nach anderen Möglichkeiten der Geldanlage um. 

#3: Hot-Tipp: Impact Investing

Eine dieser Investitionsarten ist das Impact Investing - eine Investitionsstrategie, die darauf abzielt, positive Wirkung für ein bestimmtes definiertes soziales oder ökologisches Anliegen zu erzeugen. Während ESG-Kriterien oft eine lange Liste an Investitionsmöglichkeiten offen lassen, umfasst Impact Investing nur solche Unternehmen, die proaktiv an der Lösung eines ganz bestimmten Problems arbeiten. Das Ergebnis ist eine viel kleinere Liste potenzieller Investitionen. 

Bei Cooler Future fokussieren wir uns auf Klima-Impact Investing! Wir entwickeln dazu gerade eine App mit klimawirksamen Investmentprodukten, die es dir ermöglichen wird, Kontrolle darüber zu gewinnen, wohin deine Ersparnisse fließen. Dazu wenden wir einen “Impact-First-Ansatz” an. Der Ansatz nennt sich Impact-first, weil wir Unternehmen und Anleihen erst hinsichtlich ihrer Klimawirkung analysieren und dann erst eine finanzielle Analyse anschließen. 

Konkret heißt das, dass wir gezielt nur Unternehmen in unser Portfolio aufnehmen, die den Klimawandel als Teil ihrer Strategie integrieren und sich ehrgeizige Ziele gesetzt haben, um ihre Emissionen zu reduzieren - oder aber Unternehmen, die sich vor allem darauf fokussieren, Lösungen zu entwickeln und bereitzustellen, die den Klimawandel abschwächen.

Das mag vielleicht einfach klingen, ist allerding ein aufwändiger Prozess. Im ersten ESG Screening filtern wir beispielsweise Unternehmen aus der Rüstungsindustrie heraus oder Unternehmen, die durch umstrittene Geschäftspraktiken aufgefallen sind. Anschließend folgt (für die Unternehmen, die das ESG Screening bestanden haben) eine detaillierte Analyse auf Basis unseres “Klimafolgenmodells”, bei der unser Impact-Team alle Unternehmen und Anleihen genauer untersucht und die - aus Sicht des Klimas - am besten geeigneten Investment Möglichkeiten heraussucht. 

#4: Achte nicht auf das Label, sondern auf den Inhalt

Wenn du wirklich sichergehen willst, dass du dein Geld in Unternehmen steckst, die zukunftssichere Klimastrategien und Ambitionen zur Senkung der Treibhausgasemissionen (THG) haben -  mach deine Recherche!

Bevor du dich für einen nachhaltigen Fonds oder einen ETF entscheidest, schau doch einfach schnell nach in welche Aktien und/oder Anleihen der Fonds eigentlich investiert. Manchmal ist das durchaus überraschend. Der vegane ETF VEGN* beispielsweise, investiert nicht ausschließlich in umweltfreundliche (geschweige denn vegane!) Unternehmen. Ganz im Gegenteil, die Top-Holdings machen des ETFs machen tatsächlich Microsoft, Apple, Facebook, JPMorgan Chase und Cisco aus, mit fast 15% des Gesamtvermögens.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der heutigen Welt ein erfolgversprechendes Portfolio Hand in Hand mit Nachhaltigkeit geht. 

Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Anlageprodukten hat allerdings dazu geführt, dass sich viele Fonds und Investmentprodukte das “Nachhaltigkeits-Label” rein aus Marketing Gründen auf die Fahne schreiben.

Als Einzelperson ist es daher immer schwieriger, wirklich nachhaltige Investmentprodukte von Greenwashing zu unterscheiden. Diese vier einfachen Tipps helfen dir dabei, dieses Problem zu meistern und noch heute ein wirklich nachhaltiges Portfolio aufzustellen. Also worauf wartest du? Nimm deine Finanzen in die Hand und setze dich aktiv für eine nachhaltigere Zukunft ein! 

Denn eins ist sicher: Egal was du mit deinem Geld machst – es hat einen Einfluss auf unser Klima. Allein du entscheidest, ob dieser Einfluss positiv oder negativ ist!

 

Redaktioneller Beitrag von Rebecca @coolerfuture

 

Disclaimer
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