Ein Fitnessabo ist für viele Menschen eine regelmässige Ausgabe, die bei der persönlichen Budgetplanung berücksichtigt werden sollte. Abhängig vom gewählten Studio, den enthaltenen Leistungen und der Vertragsdauer können sich die jährlichen Kosten deutlich unterscheiden. In der Schweiz besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, einen Teil dieser Ausgaben über die Krankenversicherung zurückzuerhalten. Wer sich vor Vertragsabschluss informiert, kann dadurch die tatsächlichen Kosten seiner Fitnessmitgliedschaft besser einschätzen.
Eine wichtige Voraussetzung für entsprechende Leistungen kann die Anerkennung des jeweiligen Fitnessanbieters sein. Ob und in welcher Höhe ein Krankenkassenbeitrag ans Fitnessabo möglich ist, hängt insbesondere vom gewählten Versicherungsmodell, den geltenden Vertragsbedingungen und der Anerkennung des Trainingsangebots ab. Deshalb lohnt es sich, sowohl beim Fitnessstudio als auch bei der eigenen Krankenversicherung nachzufragen, bevor ein längerfristiges Abonnement abgeschlossen wird.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für ein Fitnessabo?
In der Schweiz ist zunächst zwischen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und freiwilligen Zusatzversicherungen zu unterscheiden.
Die obligatorische Grundversicherung übernimmt medizinische Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Ein gewöhnliches Fitnessabo gehört grundsätzlich nicht zu den regulären Leistungen dieser Versicherung.
Anders kann die Situation bei einer freiwilligen Zusatzversicherung aussehen. Verschiedene Versicherer bieten Produkte an, die unter bestimmten Bedingungen Beiträge an gesundheitsfördernde Aktivitäten vorsehen.
Ob Fitnessmitgliedschaften dazugehören, lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Der Leistungsumfang unterscheidet sich je nach Versicherer und gewähltem Produkt.
Auch innerhalb einer Versicherungsgesellschaft können verschiedene Zusatzversicherungen unterschiedliche Voraussetzungen und Höchstbeträge vorsehen.
Wer sich über die unterschiedlichen Versicherungsmodelle informieren möchte, findet auf dem offiziellen Informationsportal Priminfo Informationen zu Zusatzversicherungen in der Schweiz. Ob ein konkretes Fitnessabo bezuschusst wird, sollte dennoch direkt mit der eigenen Versicherung abgeklärt werden.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
1. Eine passende Zusatzversicherung
Zunächst muss geprüft werden, ob der bestehende Versicherungsschutz überhaupt einen Beitrag an Fitness- oder Präventionsangebote vorsieht.
2. Anerkennung des Fitnessanbieters
Einige Versicherer verlangen, dass das Fitnessstudio bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllt oder über eine anerkannte Zertifizierung verfügt.
Solche Zertifizierungen können unter anderem Anforderungen an die Organisation des Trainingsbetriebs, die Qualifikation des Personals und die Qualitätssicherung umfassen.
3. Erfüllung der vertraglichen Bedingungen
Manche Versicherungsprodukte können zusätzliche Voraussetzungen vorsehen. Dazu zählen beispielsweise Anforderungen an die Art des Trainingsangebots, die Mitgliedschaftsdauer oder die einzureichenden Nachweise.
Wie hoch fällt der Krankenkassenbeitrag aus?
Ein allgemein gültiger Erstattungsbetrag existiert nicht. Je nach Versicherer und Versicherungsprodukt kann die Kostenbeteiligung unterschiedlich berechnet werden.
- Ein fester jährlicher Beitrag an ein anerkanntes Fitnessabo
- Eine anteilige Beteiligung an den tatsächlich bezahlten Mitgliedschaftskosten
- Ein gemeinsamer jährlicher Höchstbetrag für verschiedene Gesundheitsangebote
- Leistungen nur für bestimmte Trainingsformen oder Anbieter
Beispielrechnung: Was kostet das Fitnessabo tatsächlich?
Angenommen, eine Fitnessmitgliedschaft kostet monatlich 80 Schweizer Franken. Daraus ergeben sich jährliche Kosten von 960 Franken.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Monatlicher Mitgliedsbeitrag | 80 CHF |
| Jährliche Mitgliedschaftskosten | 960 CHF |
| Angenommener Krankenkassenbeitrag | 200 CHF |
| Verbleibende jährliche Kosten | 760 CHF |
| Effektive monatliche Kosten | ca. 63,33 CHF |
Ein Fitnessabo gehört zu den regelmässigen Ausgaben, die bei der persönlichen Finanzplanung berücksichtigt werden sollten. Wer die eigenen Einnahmen und Ausgaben systematisch erfasst, kann besser einschätzen, wie viel Geld monatlich für Sport, Freizeit und andere persönliche Bedürfnisse zur Verfügung steht. Weitere praktische Anregungen bietet unser Ratgeber zum Thema finanzielle Unabhängigkeit und bewusste Budgetplanung.
So beantragt man eine Kostenbeteiligung
- Versicherungsschutz prüfen: Zunächst wird abgeklärt, ob ein Anspruch auf einen Fitnessbeitrag besteht.
- Fitnessstudio auswählen: Die Anerkennung des gewünschten Anbieters sollte geprüft werden.
- Unterlagen aufbewahren: Rechnungen und Zahlungsbestätigungen sollten vollständig vorliegen.
- Antrag einreichen: Die Dokumente werden entsprechend den Vorgaben der Versicherung übermittelt.
- Erstattung kontrollieren: Nach der Bearbeitung sollte die Kostenbeteiligung überprüft werden.
Lohnt sich eine Zusatzversicherung wegen des Fitnessabos?
Wer bereits über eine Zusatzversicherung mit entsprechenden Leistungen verfügt, sollte prüfen, ob ein bisher ungenutzter Fitnessbeitrag in Anspruch genommen werden kann.
Ein neuer Versicherungsabschluss allein wegen einer möglichen Fitnesserstattung muss dagegen sorgfältig kalkuliert werden.
Bei der finanziellen Bewertung einer Zusatzversicherung sollten sämtliche Prämien und Leistungen berücksichtigt werden. Eine mögliche Erstattung für das Fitnessabo stellt lediglich einen Bestandteil der Gesamtrechnung dar. Wer seine laufenden Ausgaben langfristig reduzieren möchte, findet in unseren Frugalismus-Tipps für einen bewussteren Umgang mit Geld weitere Anregungen zur Optimierung der persönlichen Fixkosten.
Weitere Möglichkeiten, beim Fitnessabo zu sparen
Unabhängig von der Krankenversicherung lässt sich auch durch die Wahl eines passenden Mitgliedschaftsmodells Geld sparen.
Wer regelmässig trainiert, kann die Kosten verschiedener Laufzeiten vergleichen. Auch Angebote für Studierende, Familien oder Mitarbeitende bestimmter Unternehmen können interessant sein.
Fazit: Die tatsächlichen Trainingskosten vorab berechnen
Eine mögliche Beteiligung der Krankenkasse kann die Kosten einer Fitnessmitgliedschaft reduzieren. Voraussetzung ist jedoch, dass das gewählte Versicherungsprodukt entsprechende Leistungen vorsieht und die geltenden Bedingungen erfüllt sind.
Wer vor dem Abschluss eines Fitnessabos die Anerkennung des Studios, die Versicherungsleistungen und die vollständigen Mitgliedschaftskosten prüft, kann seine Ausgaben besser planen und mögliche finanzielle Vorteile gezielt nutzen.

