Wer sich mit Geldanlage und Banking im deutschen Mittelstand befasst, stößt früher oder später auf die Grenke Bank. Die Bank mit Sitz in Baden‑Baden richtet sich vor allem an Unternehmerinnen und Unternehmer, doch inzwischen gibt es auch Angebote für Privatkundinnen und ‑kunden. Im folgenden Beitrag bekommen Sie einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Produkte, die Festgeld‑ und Tagesgeldkonten, das Geschäftskonto, die Kreditkarte sowie die Mikrokredite. Ergänzend finden Sie eine Zusammenfassung der Erfahrungen, die Kundinnen und Kunden gemacht haben.
Über die Grenke Bank
Die Grenke Bank AG ist Teil der börsennotierten Grenke AG. Nach der Übernahme der Privatbank Hesse Newman im Jahr 2009 erhielt die Bank ihre heutige Gestalt. Ursprünglich als Leasing‑ und Factoring‑Spezialist bekannt, hat sich das Institut zu einem breit aufgestellten Finanzdienstleister entwickelt. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen, doch seit einigen Jahren werden auch Sparprodukte für Privatkundinnen und ‑kunden angeboten. Das Geschäftsmodell basiert auf einem hohen Maß an Einlagensicherung: Neben der gesetzlichen Sicherung bis 100 000 Euro pro Person beteiligt sich die Bank am Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, wodurch deutlich höhere Beträge abgesichert sind.
Zum Weiterlesen: Klarna Erfahrungen: Konto, Zinsen und Angebote im Check
Grenke Bank Festgeld
Das Festgeld der Grenke Bank richtet sich an Anlegerinnen und Anleger, die ihr Kapital für einen festen Zeitraum anlegen möchten. Die Konditionen sind an die Laufzeit gekoppelt: Je länger die Anlage, desto höher fällt der Zinssatz aus. Die Kontoführung ist kostenfrei, es gibt eine Mindestanlage von 5 000 Euro und eine maximale Anlage von 500 000 Euro je Vertrag. Ein wichtiges Detail: Am Ende der Laufzeit verlängert sich das Festgeld automatisch, wenn es nicht vorher gekündigt wird. Es empfiehlt sich daher, den Fälligkeitstermin im Blick zu behalten.
| Laufzeit | Zinssatz p.a. | Mindestbetrag |
|---|---|---|
| 6 Monate | 0,50 % | 5 000 € |
| 12 Monate | 2,40 % | 5 000 € |
| 18 Monate | 2,50 % | 5 000 € |
| 24 Monate | 2,60 % | 5 000 € |
| 36 Monate | 2,65 % | 5 000 € |
| 48 Monate | 2,70 % | 5 000 € |
| 60 Monate | 2,75 % | 5 000 € |
Die Zinssätze sind seit Dezember 2025 gültig; Änderungen bleiben vorbehalten. Die Zinsen werden am Ende der Laufzeit gutgeschrieben, bei langen Laufzeiten kommt also kein Zinseszinseffekt zustande. Im Vergleich zu anderen Banken sind die langfristigen Zinsen überdurchschnittlich, während der kurze Anlagehorizont mit 0,50 % eher schwach ausfällt. Aufgrund der hohen Einlagensicherung eignet sich das Festgeld insbesondere für sicherheitsorientierte Kundinnen und Kunden, die größere Summen anlegen möchten.
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Grenke Bank Tagesgeld
Beim Tagesgeldkonto der Grenke Bank stehen Flexibilität und tägliche Verfügbarkeit im Vordergrund. Es gibt keine Mindestanlage; Zinsen werden bereits ab dem ersten Euro gutgeschrieben. Neukundinnen und Neukunden erhalten aktuell einen Zinssatz von 2,50 % p.a. für die ersten drei Monate, danach greift der variable Bestandskundenzins von 1,50 % p.a.. Die Zinsgutschrift erfolgt monatlich, wodurch ein Zinseszinseffekt entsteht. Einlagen bis 500 000 Euro werden verzinst; darüber hinaus fällt keine Verzinsung an.
| Kondition | Wert |
|---|---|
| Neukundenzins (erste drei Monate) | 2,50 % p.a. |
| Bestandskundenzins | 1,50 % p.a. |
| Mindesteinlage | 0 € |
| Maximal verzinster Betrag | 500 000 € |
| Zinsgutschrift | monatlich |
Das Tagesgeldkonto ist kostenfrei und lässt sich online in wenigen Minuten eröffnen. Laut Erfahrungsberichten verläuft die Legitimation über VideoIdent oder PostIdent problemlos. Zu beachten ist jedoch, dass nach Ablauf des Aktionszeitraums der Zinssatz deutlich sinkt. Wer auf der Suche nach langfristig attraktiven Tagesgeldzinsen ist, sollte deshalb regelmäßig vergleichen oder das Guthaben bei Bedarf umschichten.
Konto bei der Grenke Bank: Erfahrungen und Bewertungen
Für Geschäftskundinnen und Geschäftskunden bietet die Grenke Bank drei Kontomodelle: Business (kostenfrei), Business Professional und Business Premium. Das kostenlose Konto richtet sich an Einzelunternehmerinnen und Freiberufler; es beinhaltet eine begrenzte Anzahl an Buchungsposten und verzichtet auf eine Girocard. Die kostenpflichtigen Modelle bieten eine höhere Zahl kostenloser Transaktionen, eine Girocard und geringere Dispozinsen. Zur Kontoeröffnung sind nur wenige Schritte erforderlich; viele Nutzerinnen und Nutzer loben die schnelle Abwicklung per VideoIdent.
Die Kundenstimmen sind gemischt. Positiv hervorgehoben werden die günstigen Konditionen, die moderne Banking‑App und die hohe Einlagensicherung. Kritisiert werden lange Wartezeiten bei der Bearbeitung von Anfragen, eine teilweise schwierige Erreichbarkeit des Kundenservice und Verzögerungen bei der Ausstellung von Karten. Für einfache Geschäftsmodelle, bei denen Bargeldverkehr eine untergeordnete Rolle spielt, stellt das Konto dennoch eine interessante Alternative dar.
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Grenke Bank Kreditkarte: Erfahrungen und Bewertungen
Die Bank bietet eine Business Mastercard an, die als Charge Card mit monatlicher Abrechnung ausgegeben wird. Sie ist im ersten Jahr kostenlos; danach entfällt die Jahresgebühr bei einem jährlichen Umsatz von mindestens 3 000 Euro. Die Karte ist weltweit einsetzbar, unterstützt kontaktloses Bezahlen und lässt sich in Apple Pay integrieren. Zusatzleistungen wie eine Reisekrankenversicherung oder Mietwagen‑Haftpflicht sind bereits enthalten. Die Abrechnung über das Geschäftskonto reduziert den Buchungsaufwand, da einzelne Umsätze gesammelt belastet werden.
Laut Nutzerinnen und Nutzern ist die Kreditkarte im Alltag gut einsetzbar und bietet einen soliden Leistungsumfang. Einige Bewertungsportale berichten jedoch von Verzögerungen bei der Kartenlieferung und vom Fehlen eines sofort verfügbaren Limits für junge Unternehmen. Wer eine flexible und klar strukturierte Firmenkarte sucht, dürfte mit der Grenke Business Mastercard dennoch zufrieden sein.
Grenke Bank Kredit: Konditionen und Hintergrundinformationen
Im Bereich Kredit konzentriert sich die Grenke Bank auf die Finanzierung von Unternehmen. Ein wichtiges Instrument ist der Mikrokredit für Unternehmensgründerinnen, Start‑ups und Selbstständige. Die Darlehenshöhe liegt zwischen 1 000 und 25 000 Euro. Voraussetzung ist ein konkreter unternehmerischer Verwendungszweck; die Beantragung erfolgt über ein Netzwerk von Mikrofinanzinstituten, die die Unterlagen prüfen und an die Bank weiterleiten. Nach sechs Monaten regelmäßiger Rückzahlung lässt sich ein Folgekredit beantragen, wodurch sich der Finanzierungsrahmen schrittweise erweitert.
Ergänzend zum Mikrokredit bietet die Bank einen Kontokorrentkredit für Geschäftskonten an. Die Zinssätze orientieren sich an der gewählten Kontovariante: Beim kostenlosen Business‑Konto liegen die Dispozinsen bei 8,9 % p.a., im Professional‑Konto bei 7,9 % und im Premium‑Konto bei 6,9 %. Die Kreditvergabepolitik gilt als streng, weshalb zuverlässige Zahlungshistorie und ein schlüssiges Geschäftsmodell Voraussetzung für eine Zusage sind.
Weitere Banken-Infos unter: Erfahrungen mit der C24 (Check24-Bank)
Grenke Bank Depot (ETF, Wertpapiere): Angebote und Bewertung
Aktuell bietet die Grenke Bank kein eigenes Wertpapierdepot für Privatkundinnen und ‑kunden an. Der Schwerpunkt des Hauses liegt auf dem Firmenkundengeschäft, dem Einlagengeschäft und der Finanzierung. Zwar ermöglicht die MyBanking‑App eine multibankfähige Depotansicht, doch diese dient lediglich dazu, Depots anderer Institute zu verwalten. Wer in ETFs, Aktien oder andere Wertpapiere investieren möchte, muss daher auf spezialisierte Broker oder Depotbanken ausweichen. Die fehlende Depotlösung hängt mit der strategischen Ausrichtung der Bank zusammen: Sie positioniert sich als Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen und verzichtet bisher bewusst auf ein eigenes Wertpapiergeschäft.
Erfahrungen von Kunden mit der Grenke Bank
Die öffentlich zugänglichen Bewertungen zur Grenke Bank zeichnen ein gemischtes Bild. Die meisten positiven Stimmen beziehen sich auf die attraktiven Neukundenzinsen beim Tagesgeld und die unkomplizierte Kontoeröffnung. Die Banking‑App erhält in den App Stores hohe Noten. Als negative Aspekte werden die schwer erreichbare Hotline, lange Bearbeitungszeiten und der teilweise wenig kundenfreundliche Umgang mit Beschwerden genannt. Das Bewertungsportal Trustpilot verzeichnet viele unzufriedene Stimmen, während einige Fachmedien die Bank für ihre Zinsofferten loben.
Pluspunkte
- Hohe Einlagensicherung durch gesetzliche und freiwillige Sicherungsfonds
- Attraktive Zinsen für Neukundinnen und Neukunden beim Tagesgeld sowie solide Festgeldkonditionen
- Kostenfreie Kontoführung beim Business‑Konto und einfache Online‑Eröffnung
- Moderne Banking‑App mit Multibanking‑Funktion
- Professionelle Finanzierungslösungen für Existenzgründerinnen und kleine Unternehmen
Mögliche Nachteile
- Standardzinssätze beim Tagesgeld nach dem Aktionszeitraum vergleichsweise niedrig
- Automatische Verlängerung des Festgeldes ohne rechtzeitige Kündigung
- Teilweise lange Wartezeiten und eingeschränkter Kundensupport
- Keine eigenen Wertpapierdepots oder ETF‑Sparpläne
- Fehlende Girocard beim kostenlosen Geschäftskonto; Bargeldabhebungen nur über Partnerhändler
Fazit zur Grenke Bank
Solide Zinsangebote, Fokus auf Firmenkunden
Die Grenke Bank überzeugt durch ihre attraktiven Zinsen beim Tagesgeld und Festgeld, eine umfassende Einlagensicherung und klar strukturierte Geschäftskontomodelle. Sie richtet sich primär an selbstständige Personen und Unternehmen, bietet jedoch auch interessante Sparprodukte für Privatkundinnen und ‑kunden. Wer Wert auf umfangreiche Serviceleistungen, ein eigenes Depot oder hohe Flexibilität im Zahlungsverkehr legt, sollte die genannten Einschränkungen berücksichtigen. Insgesamt eignet sich die Bank für diejenigen, die sichere Anlageprodukte suchen und mit einer eher nüchternen Servicekultur umgehen können.

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